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Enzkreis, 02.01.2012

Enzkreis zieht postive Bilanz im Straßenbau
Weitere Aubaumaßnahmen zwischen Unterreichenbach und Schellbronn geplant
 

Eine positive Jahresbilanz bei den Straßenbaumaßnahmen im Enzkreis zieht Verkehrsamtsleiter Oliver Müller: „Trotz des harten Winters 2010/2011 und sparsamen Haushaltens haben wir unser Ziel erreicht, den Zustand der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen nicht nur verkehrsicher zu erhalten, sondern in vielen Bereichen auch spürbar zu verbessern“, so Müller in einer Presserklärung des Landratsamtes Enzkreis.
Investiert wurden dabei über zwei Millionen Euro. Soweit es die Witterung zulässt, führen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei auch weiterhin notwendige Arbeiten durch.

Der „größte Brocken“ war die frühere K 11 zwischen Eyachbrücke und der Landesstraße zwischen Schwann und Dennach: Die 3,2 Kilometer lange neue K 4552 war mit Beginn des Jahres in das Eigentum des Enzkreises übergegangen und für fast eine halbe Million grundlegend saniert worden. Weitere 400.000 Euro investierte der Kreis in Deckenerneuerungen auf den Kreisstraßen zwischen Ottenhausen und Arnbach, zwischen Pforzheim und Kieselbronn sowie in den Ortsdurchfahrten von Kieselbronn und Mönsheim.
Das Investitionsvolumen im Kreisstraßenbauprogramm betrug 2011 insgesamt rund eine Million Euro. Fast die Hälfte davon floss in den zweiten Bauabschnitt des Radwegs zwischen Birkenfeld und der B 10. „Hier wurden zudem Busbuchten an der L 562 und eine Querungshilfe gebaut“, erläutert Horst Schmidt, der im Verkehrsamt die Baumaßnahmen koordiniert. Fortgeführt wurde zudem der Ausbau und die Sanierung der Kreisstraße 4556 zwischen Unterreichenbach und Schellbronn: Der aktuell fertig gestellte Bauabschnitt reicht von der Nagoldbrücke bis zum Bahnübergang. „Im Jahr 2012 soll dann der nächste Streckenabschnitt ausgebaut werden“, erklärt Oliver Müller.

Während Sanierungen, Aus- und Neubauten an Firmen vergeben werden, führen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei die meisten kleineren Instandsetzungen selbst durch. „Insgesamt haben wir hier mehr als 280.000 Euro an Kreismitteln investiert“, sagt Heinrich Elwert, der Leiter der Straßenmeisterei. Hinzu seien 237.000 Euro an zusätzlichen Mitteln für den Unterhaltungsbereich auf Bundes- und Landessstraßen gekommen – Mittel, die aufgrund der teilweise dramatischen Lage nach dem letzten Winter zur Verfügung gestellt worden waren.

„Solange es nicht friert oder schneit, sind die Männer mit dem Flicken von kleineren Löchern beschäftigt“, erklärt Elwert. Wenn dann der Winter komme, seien sie als Besatzungen der Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz.

Für Verkehrsdezernent Wolfgang Herz gibt demgegenüber der schlechte Zustand vieler Landesstraßen unverändert Anlass zur Besorgnis: „Während der Enzkreis seine Kreisstraßen konsequent erhält und diesen Kurs mit den vom Kreistag beschlossenen Mitteln auch 2012 fortsetzen wird, gibt es leider noch keine verlässlichen Aussagen, wie es 2012 bei den Landesstraßen konkret weitergehen wird.“ Herz erinnert daran, dass allein beim Enzkreis mittlerweile ein Defizit von gut einer halben Million Euro aus der Unterhaltung von Landesstraßen aufgelaufen sei. Die angekündigten 50 Millionen Euro landesweit an zusätzlichen Haushaltsmitteln seien ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wichtig sei vor allem, so der Vize-Landrat abschließend, „dass eine Verstetigung der verbesserten Mittelsituation erreicht wird und nicht nur eine einmalige Aufstockung in 2012.“ pm

 
 
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