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Eine positive
Jahresbilanz bei den Straßenbaumaßnahmen im Enzkreis zieht Verkehrsamtsleiter
Oliver Müller: „Trotz des harten Winters 2010/2011 und sparsamen Haushaltens
haben wir unser Ziel erreicht, den Zustand der Bundes-, Landes- und
Kreisstraßen nicht nur verkehrsicher zu erhalten, sondern in vielen Bereichen
auch spürbar zu verbessern“, so Müller in einer Presserklärung des
Landratsamtes Enzkreis.
Investiert wurden dabei über zwei Millionen Euro. Soweit es die Witterung
zulässt, führen die Mitarbeiter der Straßenmeisterei auch weiterhin notwendige
Arbeiten durch.
Der „größte
Brocken“ war die frühere K 11 zwischen Eyachbrücke und der Landesstraße
zwischen Schwann und Dennach: Die 3,2 Kilometer lange neue K 4552 war mit
Beginn des Jahres in das Eigentum des Enzkreises übergegangen und für fast eine
halbe Million grundlegend saniert worden. Weitere 400.000 Euro investierte der
Kreis in Deckenerneuerungen auf den Kreisstraßen zwischen Ottenhausen und
Arnbach, zwischen Pforzheim und Kieselbronn sowie in den Ortsdurchfahrten von
Kieselbronn und Mönsheim.
Das Investitionsvolumen im Kreisstraßenbauprogramm betrug 2011 insgesamt rund
eine Million Euro. Fast die Hälfte davon floss in den zweiten Bauabschnitt des
Radwegs zwischen Birkenfeld und der B 10. „Hier wurden zudem Busbuchten an der
L 562 und eine Querungshilfe gebaut“, erläutert Horst Schmidt, der im
Verkehrsamt die Baumaßnahmen koordiniert. Fortgeführt wurde zudem der Ausbau
und die Sanierung der Kreisstraße 4556 zwischen Unterreichenbach und
Schellbronn: Der aktuell fertig gestellte Bauabschnitt reicht von der Nagoldbrücke
bis zum Bahnübergang. „Im Jahr 2012 soll dann der nächste Streckenabschnitt
ausgebaut werden“, erklärt Oliver Müller.
Während Sanierungen, Aus- und Neubauten an Firmen vergeben werden, führen die
Mitarbeiter der Straßenmeisterei die meisten kleineren Instandsetzungen selbst
durch. „Insgesamt haben wir hier mehr als 280.000 Euro an Kreismitteln
investiert“, sagt Heinrich Elwert, der Leiter der Straßenmeisterei. Hinzu seien
237.000 Euro an zusätzlichen Mitteln für den Unterhaltungsbereich auf Bundes-
und Landessstraßen gekommen – Mittel, die aufgrund der teilweise dramatischen
Lage nach dem letzten Winter zur Verfügung gestellt worden waren.
„Solange es nicht friert oder schneit, sind die Männer mit dem Flicken von
kleineren Löchern beschäftigt“, erklärt Elwert. Wenn dann der Winter komme,
seien sie als Besatzungen der Räum- und Streufahrzeuge im Einsatz.
Für Verkehrsdezernent Wolfgang Herz gibt demgegenüber der schlechte Zustand
vieler Landesstraßen unverändert Anlass zur Besorgnis: „Während der Enzkreis
seine Kreisstraßen konsequent erhält und diesen Kurs mit den vom Kreistag
beschlossenen Mitteln auch 2012 fortsetzen wird, gibt es leider noch keine
verlässlichen Aussagen, wie es 2012 bei den Landesstraßen konkret weitergehen
wird.“ Herz erinnert daran, dass allein beim Enzkreis mittlerweile ein Defizit
von gut einer halben Million Euro aus der Unterhaltung von Landesstraßen
aufgelaufen sei. Die angekündigten 50 Millionen Euro landesweit an zusätzlichen
Haushaltsmitteln seien ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wichtig sei
vor allem, so der Vize-Landrat abschließend, „dass eine Verstetigung der
verbesserten Mittelsituation erreicht wird und nicht nur eine einmalige
Aufstockung in 2012.“ pm
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